Kopfschmerzbehandlung in Würzburg – unser Konzept
Kopfschmerz-Arten: Warum eine präzise Diagnose den Unterschied macht
Kopfschmerz ist nicht gleich Kopfschmerz. In der aktuellen wissenschaftlichen Klassifikation (ICHD-3) werden heute über 360 verschiedene Formen von Kopf- und Gesichtsschmerzen unterschieden. Eine exakte Einordnung ist die Voraussetzung für eine gezielte und wirksame Therapie.
Vereinfacht lassen sich alle Formen in zwei Bereiche unterteilen:
- Primäre Kopfschmerzen: Hier ist der Schmerz die Erkrankung selbst. Die bekanntesten Vertreter sind die Migräne und der Spannungskopfschmerz. Auch der heftige Cluster-Kopfschmerz gehört in diese Gruppe.
- Sekundäre Kopfschmerzen: Diese treten als Begleiterscheinung oder Symptom einer anderen Ursache auf (z. B. durch eine Infektion, Bluthochdruck oder nach Unfällen).
Da die Behandlungsansätze je nach Ursache stark variieren, steht am Anfang unserer Therapie immer eine fundierte diagnostische Abklärung.
Häufige Auslöser im Alltag
Bei entsprechender Veranlagung können folgende Faktoren Kopfschmerzen auslösen:
- Muskelverspannungen und Haltungsfehler: Besonders im Bereich des Nackens und der Schultern, z. B. durch Büroarbeit oder mangelnde Bewegung verursacht, sind eine häufige Ursache für Spannungskopfschmerzen.
- Stress, psychische Belastungen oder Dauerstress: Anhaltende psychische oder physische Belastung ist ein wesentlicher Auslöser für Migräne und Spannungskopfschmerzen.
- Lebensstil und Umweltfaktoren beeinflussen die Schmerzschwelle und die Häufigkeit von Attacken, z. B. Schlafmangel, Dehydration, Genussmittel (wie Alkohol & Nikotin), Umwelteinflüsse (wie grelles Licht, Lärm oder Wetterumschwünge).
- Hormonelle Einflüsse (bei Frauen): Zyklusabhängige Schwankungen von Östrogen und Progesteron können Kopfschmerzattacken auslösen.
- Medikamentenübergebrauch: Die übermäßige Einnahme von Schmerzmitteln (an mehr als 10 bzw. 15 Tagen pro Monat) kann paradoxerweise selbst chronische Kopfschmerzen verursachen.
Wie funktioniert die Kopfschmerzbehandlung & Migränetherapie?
Kopfschmerzen sind so individuell wie die Menschen, die unter ihnen leiden. Eine Standardlösung „von der Stange“ gibt es nicht. Der Schlüssel zu einer wirksamen Behandlung liegt in einer präzisen Diagnose, einem ausgewogenen Therapiekonzept und Ihrer aktiven Mitwirkung.
Die Spezielle Schmerztherapie ist eine geschützte Zusatzqualifikation für Ärzte, die eine tiefgreifende Expertise in der Behandlung hochkomplexer Schmerzbilder voraussetzt. Sie ist auch bei Kopfschmerzen und Migräne entscheidend, um differenzierte Behandlungsstrategien zu entwickeln, die individuell auf Ihre spezifische Schmerzdynamik abgestimmt sind. Unsere Praxis verfügt über diese spezialisierte Qualifikation, sodass wir Sie auf Basis aktueller medizinischer Leitlinien mit modernen Therapiekonzepten umfassend betreuen können.
Unser Behandlungsspektrum umfasst leitliniengerechte Verfahren, die wir sinnvoll kombinieren:
- Medikamentöse Therapie: Gezielter Einsatz von Akutmedikamenten und Prophylaxe zur Schmerzreduktion.
- Nicht-medikamentöse Verfahren: Unterstützung durch Entspannungstechniken, Lebensstilberatung und Sport.
- Je nach Beschwerdebild ergänzen wir die Behandlung durch bewährte Methoden wie Akupunktur und Manuelle Medizin. Zudem bieten wir moderne Ansätze der Komplementärmedizin an, wie die Axomera-Therapie*.
Werden Sie zum Experten für Ihren Schmerz
Wir möchten Sie nicht nur behandeln, sondern begleiten. Unser Ziel ist es, Ihnen das nötige Wissen (Expertise) über Ihre Kopfschmerzerkrankung zu vermitteln. Wer versteht, wie seine Schmerzen entstehen, gewinnt die Kontrolle über die Symptome zurück.
Ablauf der Kopfschmerzbehandlung in unserer Praxis in Würzburg
Eine erfolgreiche Kopfschmerzbehandlung in unserer Praxis in Würzburg basiert auf drei Säulen: einer exakten Diagnose, einem individuellen Therapieplan und Ihrer aktiven Begleitung.
Schritt 1: Diagnostik & Beratung
Am Anfang steht das ausführliche Gespräch. Nur wenn wir die genaue Form Ihrer Kopfschmerzen (z. B. Migräne, Spannungskopfschmerz oder einen Medikamenten-Übergebrauch) kennen, können wir gezielt helfen:
- Anamnese: Wir besprechen Ihre Krankengeschichte, Symptome und mögliche Auslöser.
- Untersuchung: Körperliche und neurologische Checks helfen uns, andere Ursachen auszuschließen.
- Analyse: Wir nutzen Kopfschmerztagebücher und standardisierte Fragebögen.
- Zusatzdiagnostik: Bei der Erstabklärung koordinieren wir bei Bedarf weiterführende Untersuchungen, zum Beispiel in enger Zusammenarbeit mit fachärztlichen Kollegen der Neurologie.
Schritt 2: Unser mehrstufiges Behandlungskonzept
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Akuttherapie: Wir finden die passenden Maßnahmen, um Schmerzen bei einer akuten Attacke schnell und effektiv zu lindern.
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Prophylaxe: Bei häufigen Beschwerden setzen wir auf medikamentöse oder nicht-medikamentöse Optionen, um die Intensität der Schmerzen dauerhaft zu senken.
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Aktive Selbsthilfe: Wir unterstützen Sie bei der Integration von Entspannungsverfahren (z. B. PMR, Biofeedback), Ausdauertraining und Physiotherapie in Ihren Alltag.
- Zusätzlich zur leitliniengerechten Basistherapie bieten wir bewährte Verfahren wie Akupunktur und Manuelle Medizin an. Darüber hinaus ergänzen wir unser Spektrum bei Bedarf um moderne Ansätze der Komplementärmedizin, wie die Axomera-Therapie*.
Schritt 3: Nachsorge & nachhaltige Betreuung
Nachhaltigkeit durch aktive Mitarbeit! Ein wesentlicher Bestandteil einer modernen Kopfschmerzbehandlung ist die Einbeziehung der Patientinnen und Patienten. Wir möchten, dass Sie zum Experte Ihres Schmerzproblems werden und aktiv an Ihrer Genesung mitwirken. Das Erlernen von Selbsthilfestrategien und die Integration von Bewegungstherapie in den Alltag sind entscheidend für eine langfristige Besserung und Vorbeugung. Dabei unterstützen und begleiten wir Sie gerne.
Behandlungsspektrum
Migräne – Spannungskopfschmerzen – Hws-bezogene Kopfschmerzen (zervikogene Kopfschmerzen) – idiopathische Gesichtsschmerzen (Atypische Gesichtsschmerzen) – Trigeminusneuralgie – Cluster-Kopfschmerz – weitere Kopfschmerzerkrankungen
1. Was sind Spannungskopfschmerzen?
Spannungskopfschmerzen werden als der häufigste Kopfschmerztyp angesehen. Er wird als dumpf-drückend oder ziehend beschrieben. Viele Betroffene haben das Gefühl, als läge ein zu enges Band oder ein drückender Helm um den Kopf. Der Schmerz tritt meist beidseitig auf, oft im Stirn- oder Hinterkopfbereich. Die Schmerzstärke ist in der Regel leicht bis mittelstark und wird durch routinemäßige körperliche Aktivität, wie Gehen oder Treppensteigen, nicht wesentlich verstärkt.
2. Unser Therapieansatz gegen Spannungskopfschmerzen
Nach einer sorgfältigen Diagnosestellung (und ggf. neurologischer Abklärung) entwickeln wir gemeinsam mit Ihnen einen persönlich abgestimmten Therapieplan, damit Sie Ihre Kopfschmerzen in den Griff bekommen.
Unser Behandlungskonzept basiert auf verschiedenen Säulen:
1. Verständnis und Selbsthilfe
Wir möchten, dass Sie Experte für Ihre eigenen Kopfschmerzen werden und bieten Schulungen und Hilfe zur Selbsthilfe. Wir vermitteln Ihnen wichtiges Wissen über Spannungskopfschmerzen und wie Sie im Alltag besser damit umgehen können. Außerdem leiten wir im Führen eines Kopfschmerzkalenders an. Dieses einfache, aber effektive Werkzeug hilft uns, Auslöser zu identifizieren und den Therapieerfolg objektiv zu messen.
2. Prophylaxe ohne Medikamente
Viele Spannungskopfschmerzen lassen sich durch Anpassungen des Lebensstils und gezielte nicht-medikamentöse Maßnahmen lindern. Zum Beispiel durch spezielle Bewegungs- und Dehnübungen für Nacken und Schultern, um Verspannungen zu lösen.
Ein weiterer Ansatzpunkt ist sanfter Ausdauersport. Regelmäßige Bewegung wie Schwimmen oder Radfahren wird oft zur Prävention und zum Ausgleich bei Stress empfohlen. Darüber hinaus können spezifische Entspannungsverfahren erlernt werden: Techniken wie die Progressive Muskelentspannung oder Biofeedback sind etablierte Methoden im Rahmen eines modernen Stressmanagements.
3. Therapie ohne Medikamente
In unserer Praxis wenden wir moderne und bewährte komplementäre Verfahren an, die auf unterschiedlichen Wirkprinzipien beruhen. Hierzu zählt die Axomera-Therapie*: Dabei handelt es sich um eine Form der lokalen Stimulation mit bioelektrischen Impulsen, die das Ziel hat, die körpereigenen Anpassungsmechanismen im betroffenen Gewebe zu beeinflussen. Ein weiteres Verfahren ist die Akupunktur, die im Rahmen eines ganzheitlichen Ansatzes zur Linderung von Beschwerden eingesetzt wird und auf eine Harmonisierung der Körperfunktionen abzielt.
4. Medikamentöse Therapie
Wenn die nicht-medikamentösen Ansätze nicht ausreichen oder bei akuten, starken Schmerzen, kann der Einsatz von Medikamenten sinnvoll sein:
- Leitliniengerechter Einsatz von Akut-Medikation.
- Medikamentöse Prophylaxe: Vorbeugende Medikamente bei chronischen Spannungskopfschmerzen.
Sprechen Sie uns an – Therapieziel ist es, dass Sie die Kontrolle zurückzugewinnen.
1. Was ist Migräne?
Migräne ist eine Kopfschmerzerkrankung, die oftmals durch anfallsartige, häufig einseitige und pulsierende Kopfschmerzen gekennzeichnet ist, die mäßig bis sehr stark sein können. Begleitsymptome wie Übelkeit, Erbrechen, Licht- und Lärmempfindlichkeit sind typisch. Die Attacken dauern in der Regel zwischen 4 und 72 Stunden an und können durch körperliche Aktivität verstärkt werden. Etwa 10 bis 15 Prozent der Betroffenen erleben zudem eine sogenannte Aura, meist in Form von vorübergehenden Sehstörungen wie Flimmern oder Gesichtsfeldausfällen, die der Schmerzphase vorausgehen.
2. Unser Therapieansatz bei Migräne
Auf Basis einer sorgfältigen diagnostischen Abklärung erstellen wir gemeinsam mit Ihnen einen individuellen Behandlungsplan, der genau auf Ihre Bedürfnisse ausgerichtet ist. Je nach Befund kann es hierbei medizinisch sinnvoll sein, ergänzend eine neurologische Untersuchung durchführen zu lassen.
Unser modernes Kopfschmerz-Management:
1. Verstehen & Selbstmanagement
Unser Ziel ist es, Ihre Gesundheitskompetenz im Umgang mit Kopfschmerzen nachhaltig zu stärken. Durch gezielte Patientenschulungen und Unterstützung zur Selbsthilfe vermitteln wir Ihnen fundiertes Wissen über Ihre spezifische Kopfschmerzform. In diesem Rahmen empfehlen wir auch das Führen eines Kopfschmerzkalenders. Dieses effektive Werkzeug hilft, individuelle Auslöser zu identifizieren und den Therapieverlauf zu dokumentieren.
2. Prävention ohne Medikamente
Viele Kopfschmerzformen lassen sich durch Anpassungen des Lebensstils und gezielte nicht-medikamentöse Maßnahmen lindern. Hierzu zählt beispielsweise eine aktive Bewegungstherapie. Auch die Integration von moderatem Ausdauersport in den Alltag ist empfehlenswert: Regelmäßige Aktivitäten wie Schwimmen oder Radfahren können zur Reduktion der Kopfschmerztage beitragen. Ergänzend empfehlen wir Entspannungsverfahren zur Stressbewältigung. Bewährte Techniken wie die Progressive Muskelentspannung können eine wertvolle Hilfe im individuellen Beschwerdemanagement darstellen.
3. Therapie Ohne Medikamente
Ergänzend wenden wir in unserer Praxis moderne komplementärmedizinische Verfahren an. Hierzu gehört die Axomera-Therapie*: Eine Form der lokalen Stimulation mit bioelektrischen Impulsen. Diese Methode ist darauf ausgerichtet, körpereigene Regulationsmechanismen im Gewebe anzusprechen. Zudem bieten wir Akupunktur an, die als begleitende Maßnahme zur Unterstützung der körpereigenen Regulation und zur Beeinflussung des individuellen Schmerzempfindens zum Einsatz kommen kann.
4. Medikamentöse Therapie
Die medikamentöse Behandlung in unserer Praxis erfolgt konsequent auf Basis der aktuellen Leitlinien.
Im Rahmen der Akuttherapie setzen wir moderne Wirkstoffe ein, die darauf ausgerichtet sind, die Beschwerden während einer Attacke zeitnah zu lindern. Darüber hinaus kann eine individuell abgestimmte medikamentöse Prophylaxe (vorbeugende Behandlung) dazu beitragen, die Häufigkeit und Intensität der Kopfschmerzereignisse langfristig zu reduzieren. Unser Ziel ist eine auf Ihre persönliche Situation abgestimmte Medikation, die Ihre Lebensqualität verbessert und das Risiko eines medikamentös bedingten Kopfschmerzes minimiert.
1. Was ist Zervikogener Kopfschmerz?
HWS-bezogener Kopfschmerz, auch bekannt als zervikogener Kopfschmerz, ist eine Form von Kopfschmerzen, deren Ursprung in der Halswirbelsäule (HWS) liegt. Der Schmerz entsteht meist durch muskuläre Verspannungen, Fehlstellungen oder strukturelle Probleme in den oberen HWS-Segmenten und strahlt typischerweise vom Nacken über den Hinterkopf teils bis zu den Schläfen oder der Augenregion aus.
Die Occipitalis-Neuralgie ist eine spezifische Unterform, bei der die Hinterhauptnerven (Okzipitalnerven) gereizt sind. Die Schmerzen äußern sich hier als stechende bis brennende Schmerzen im Versorgungsgebiet der Nerven. Bei diesen Kopfschmerzformen ist die Behandlung der zugrunde liegenden Ursache in der HWS, sowie eine möglichst punktgenaue Behandlung der Schmerzen hilfreich.
2. Unser Therapieansatz bei zervikogenem Kopfschmerz
Zur Linderung von HWS-bezogenem (zervikogenem) Kopfschmerz und Occipitalis-Neuralgie ist es entscheidend, die zugrunde liegende Ursache in der Halswirbelsäule zu behandeln. Wir verfolgen dabei einen Ansatz auf verschiedenen Ebenen, der sich von der alleinigen Schmerzmitteleinnahme unterscheidet.
Folgende Bausteine kann ein maßgeschneiderter Therapieplan beinhalten:
1. Manuelle Medizin und aktive Bewegungsübungen:
Manuelle Medizin / Chirotherapie: Gezielte Handgriffe und Mobilisationstechniken helfen, Gelenkblockaden zu lösen, die Beweglichkeit der Halswirbelsäule zu verbessern und Muskelverspannungen zu lösen. Ergänzend sind Eigenübungen und Physiotherapie hilfreiche Maßnahmen für einen nachhaltigen Erfolg.
2. Selbsthilfe
Unterstützung bei Selbsthilfetechniken und Stressmanagement: Erlernen Sie Methoden wie die Progressive Muskelentspannung, um Stress abzubauen, der häufig Auslöser von Nackenverspannungen ist.
3. Akupunktur
Als ergänzendes und bewährtes Verfahren kann sie die Schmerzverarbeitung positiv beeinflussen und Linderung verschaffen.
4. Axomera-Therapie*
Komplementärmedizinische Behandlung zur gezielten Schmerzlinderung und Unterstützung der körpereigenen Regulation.
5. Injektionsbehandlungen
Bei Bedarf können gezielte Medikamente (z.B. Lokalanästhetika) an die betroffenen Nerven gespritzt werden, um den Schmerzkreislauf schnell zu durchbrechen.
Zusammengefasst: Ihre Kopfschmerzbehandlung auf einen Blick
- Individuell: Diagnostik und Therapieplan, abgestimmt auf Ihre persönlichen Bedürfnisse.
- Fundiert: Wir vermitteln Ihnen das Wissen, um zum Experten für Ihre eigene Schmerzbewältigung zu werden.
- Integriert: Leitlinien-Medizin kombiniert mit Akupunktur, Manueller Medizin und der Axomera-Therapie*.
- Nachhaltig: Verantwortungsbewusstes Medikamentenmanagement und Förderung aktiver Maßnahmen zur Prophylaxe.
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*Wichtige Patienteninformation zu unseren Therapiemethoden
Wir ergänzen die leitlinienbasierte Schulmedizin durch Verfahren der Komplementärmedizin. Akupunktur: Ein in vielen Bereichen anerkanntes Verfahren, das wir ergänzend zur Schmerzlinderung einsetzen.
Axomera-Therapie: Hierbei handelt es sich um ein innovatives Verfahren der alternativen Medizin. Wir weisen darauf hin, dass die Axomera-Therapie nicht zu den allgemein anerkannten Methoden der Schulmedizin gehört und die therapeutische Wirksamkeit in der Wissenschaft noch diskutiert wird. Die Erfolge beruhen auf klinischen Erfahrungswerten.